- Formel 1: GP von Singapur
Vettel meldet sich im Titelrennen zurück
Singapur ist für Sebastian Vettel ein gutes Pflaster. Der Formel-1-Weltmeister kämpft sich mit seinem GP-Sieg in der Gesamtwertung nach vorn - und profitiert von Technikproblemen der KonkurrenzFormel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat sich mit dem Sieg beim Nachtrennen in Singapur eindrucksvoll im Titelrennen zurückgemeldet. Der Red-Bull-Pilot gewann nach dem Ausfall des bis dahin führenden Lewis Hamilton (McLaren) in der 23. Runde und rückte dadurch in der WM-Wertung vom vierten auf den zweiten Platz vor. Auf Spitzenreiter Fernando Alonso (Ferrari), der in Singapur Rang drei hinter Jenson Button (McLaren) belegte, hat Vettel vor den ausstehenden sechs Rennen noch 29 Punkte Rückstand.
Zur Quelle:http://www.n24.de/news/newsitem_8239262.html - JUL12
Neue Website zeigt leere Gebäude in Städten an In Deutschland stehen rund 3,5 Millionen Wohnungen leer, zugleich steigen die Mieten immer stärker an. Eine neues Online-Portal macht auf den Leerstand aufmerksam, erste Erfolge gibt es bereits
Rote Schilder mit dem Wort "LEER" übersäen die Stadtkarte Berlins. Hinter jedem der kleinen Symbole, die vor allem im Osten der Hauptstadt aufleuchten, befindet sich ein ungenutztes Gebäude – von bekannten Leerständen wie der ehemaligen Abhöranlage auf dem Teufelsberg über kleine Geschäfte, Kioske, ganze Bürokomplexe bis hin zu ungenutzten Wohnungen.Knapp 280 Leerstände sind auf www.leerstandsmelder.de für Berlin eingetragen. Gemeldet haben sie die bisher rund 800 Mitglieder der Online-Plattform mit Fotos und Kommentaren zu Eigentümern, Nutzungsart und anderen Details. Andere Mitglieder der Plattform können die jeweiligen Einträge durch Kommentare ergänzen und über die gemeldeten Objekte diskutieren.Die Website offenbart jedenfalls jede Menge ungenutzten Platz. Platz, den man gut gebrauchen könnte, in Zeiten, in denen die Wohnraumknappheit und die steigenden Mietkosten in vielen Großstädten ein Thema sind, finden die Initiatoren von Leerstandsmelder."Wir wollen einen Diskurs über Leerstand anregen und eine Diskussion darüber, wie man diese Flächen nutzen kann", sagt Michael Ziehl, einer der fünf Gründer der Seite, die im Dezember 2010 anfangs nur für die Stadt Hamburg nutzbar war. Architekt Ziehl arbeitet zurzeit in einem vom Bund geförderten Pilotprojekt zur Stadtentwicklung.© akg Ein abbruchreifes Haus in Erfurt: In vielen deutschen Städten stehen Gebäude leer, die sanierungsbedürtig sind
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Als die Baugerüste kamen, wusste auch der letzte im Haus, dass es vorbei ist mit den fetten Jahren. Baugerüste, das heißt Fassadensanierung, das heißt Haussanierung, und das heißt meist nichts Gutes. Hatte man sich bisher doch ganz gut eingerichtet, was vor allem heißt, die Miete blieb, wie sie ist, nämlich weit unten. Außentoiletten, antike Wasserleitungen und Stromverbindungen aus Vorkriegszeiten waren da ungeeignet, das Wohngefühl zu stören –im Gegenteil, sie waren der Garant. Alles ganz einfach also, als der neue Investor kam: Er zerstörte die Idylle. Das Bild des skrupellosen Investors wurde wieder einmal bestätigt.
Christian Gérôme ist der Investor – Ende vergangenen Jahres kaufte er das Haus in der Gleimstraße 52, mit dem Ziel, es zu sanieren, um es es später vermieten zu können. Der gebürtige Franzose macht das nicht zum ersten Mal, er hat schon mehrere Immobilien in Berlin erworben und hergerichtet. Vor allem alte Gründerzeithäuser haben es ihm angetan, und deshalb sei er auch Feuer und Flamme gewesen, als er das Haus in der Gleimstraße entdeckte. Er kaufte das Haus vom spanischen Vorbesitzer, der es wiederum zuvor in einer Zwangsversteigerung erworben hatte. „Ich hab mich auf die Herausforderung gefreut, die in jeder Renovierung liegt", sagt Gérôme. Was dann kam, damit hatte er nicht gerechnet - trotz aller Erfahrungen in der Branche.
Das Haus ist von Schwamm verseucht
Denn die Mieter wehrten sich mit Händen und Füßen dagegen, dass an dem Haus etwas gemacht werde. Sie hätten nicht auf Briefe reagiert, die Türen blieben für Gérômes Mitarbeiter verschlossen. Faktisch bedeutete dies ein Boykott der Sanierungsarbeiten. Problematisch für den Investor. Problematisch aber auch für die Bewohner, wie Gérôme betont. „Sie setzen ihre Gesundheit aufs Spiel", sagt er. Denn die Wände des Hauses seien von Hausschwamm verseucht. Große Teile des Gebäudes müssten daher grundsaniert werden. Wie es um die Räume jener Mieter bestellt sei, die bis heute den Zutritt verwehren, wisse Gérôme nicht.
Dass die Mieter noch länger zu Dumpingmieten – Gérôme spricht von einem bis drei Euro Quadratmeterkaltmiete – hätten wohnen können, glaubt er nicht. „Das Haus ist kurz vorm Zusammenbruch. Wäre es nicht saniert worden, hätte es bald die Bauaufsicht sperren müssen." Das sei auch der Grund, warum ziemlich schnell nach der Übernahme des Hauses ein Baugerüst an die Fassade gestellt worden sei. „Da unten laufen Leute lang. Die Gefahr, dass da Teile von der Wand herabfallen, war viel zu groß, als dass man hätte nichts tun können."
5,47 Euro kalt für Altmieter
Inzwischen, so Gérôme, hätten sich Wogen in der Gleimstraße etwas geglättet. Auch wenn es immer noch einige Mieter gebe, die der Hausverwaltung den Zutritt verwehrten – mit den meisten gebe es inzwischen einen guten Kontakt. Und seit Neuestem auch eine unterschriebene Vereinbarung: Mit ihr wird Bestandsmietern garantiert, dass sie nach der Renovierung für 5,74 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter im Haus wohnen bleiben können. Gérôme macht dabei Minus. „Aber das ist es mir wert", sagt Gérôme. „Ich will ja mit den Mietern auskommen."
Montag, 4. Februar 2013
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